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Jeder vierte deutsche Schüler bekommt Nachhilfe

von Lucas Wiegelmann (Welt Online)
30.01.2010 | 16:03 Uhr

Schwarz auf Weiß: Schüler benötigen Nachhilfe In Deutschland erhalten 1,1 Millionen Schüler regelmäßig private Lernhilfe. Bis zu 1,5 Milliarden Euro werden dafür jährlich ausgegeben. Politiker und Lehrerverbände warnen vor einem Zweiklassensystem!

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07.05.06, 14:54 # 1 (permalink)

Schwimmender Windpark - Bauanleitung

Auch in dieser Bauanleitung fehlen noch wichtige Details, aber da ich sehen mußte, dass die Vorstellungswelt über solche schwimmende Windparks (MUFOWs) eine sehr große Bandbreite hat, will ich diese bildliche Bauanleitung vorstellen.

Wir beginnen mit dem Bau eines Moduls:

Man nehme einen Kran, wie abgebildet
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebherr
und ergänze die Ausleger in der Gestalt, dass diese ein gleichseitiges Kreuz bilden.
Die Abspannung wird auch auf diese Ausleger ergänzt und wird auch den Fuß des Kranmastes erweitert.

Noch viel anschaulicher läßt sich dies mit Containerkränen darstellen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedi...rogate_009.jpg
http://bosnjaci.net/foto/13_ON_Ajanovic_big.jpg
http://shipfoto.web-log.nl/photos/un...d/pb250216.jpg
http://www.eurogate-technik.de/live/...2bdbfdf996.jpg
http://www.zpmc.com/uploadimages/200...3/86004061.jpg


Jetzt wird alles auf den Kopf gestellt. Der Teil, der vorher auf dem Boden stand, ist nun das Mastende, an dem später die Gondel angebracht werden wird.

Würde dieses Bauteil nun ins Wasser gesetzt, es würde untergehen. Deshalb braucht es auftriebgebende Bauteile. Ein Teil könnte als Tanks in den Ausleger integriert werden oder an dem Ausleger angebracht werden. Oder der Ausleger wird gleich als wasserdichtes Rohr gefertigt, wie der Stahlrohrturm einer WKA.

Problem: Entweder es geht des gesamte Bauwerk unter oder der Ausleger schwimmt auf dem Wasser, wäre also im Wellenbereich, was früher oder später zum Untergang führen würde.

Deshalb werden siloförmige Bojen an den Aussenenden der Ausleger angebracht, welche dafür sorgen, dass die großteiligen Ausleger im Wasser schweben – in einer Tiefe von ca. 10 bis 20 Meter, wo sie also immer ausserhalb des Wellenbereiches liegen.
Da die Ausleger beidseitig abgespannt sind, können diese auch größere Lasten aufnehmen, welche durch den Auftrieb entstehen.

http:// www.thorwesten.com/silo.thorw/html/silobau.htm

Diese Bojen stehen im Wellenbereich, sind aber flexibel an dem Ausleger angebracht, so dass sie sich wie ein Baum im Wind hin und her bewegen und den Wellenkräften ausweichen können.
Die Anzahl der Bojen und ihre Größe soll sich nach den Sicherheitserfordernissen und der Wirtschaftlichkeit richten.

Jetzt schwebt also das erste Modul im Wasser.

Mehrere Module (anfangs wohl nicht mehr als drei), werden jetzt miteinander verbunden. Es wäre vermutlich vorteilhaft, wenn das einzelne Modul auch nach der Verbindung selbständig vor- und zurückpendeln könnte, wie ein Stehaufmännchen. Nach der Verbindung können die Bojen von den mittleren (oder zentralen) Auslegern entfernt werden. Von oben betrachtet - sieht man einen Zentralträger und je drei Ausleger an den Seiten – wie eine kleine Fischkräte.

Am Mittelteil würde die Plattform flexibel mit dem Boden verbunden, so dass sich die gesamte Plattform um 360 Grad drehen kann.

Wenn ich den Masseneinsatz für das Fundament einer E-112 onshore betrachte, kann ich gut erkennen, dass bei MUFOW alles viel eleganter lösbar wird.
Für mich steht deshalb fest, das bei einer Serienfertigung diese Form der Offshorewindenergie kostengünstiger sein wird, als die Onshore-WKA.

Dass wir in der Nordsee –statt 1.500 VL- satte 4.500 VL haben, zeigt dieser Link.

http:// http://www.innovations-report.de/htm...cht-51309.html

Noch etwas zur Abspannung. Es wird die Abspannung heute vorwiegend nur für Kleinst-WKA angewendet, wie hier beschrieben
http:// www.windpower.org/de/tour/wtrb/tower.htm

Abspannung war und ist ebenso für große WKA möglich – und gerade dort sinnvoll.
GroWiAn war zwar gescheitert, was aber nicht an der Abspannung lag.
http:// www.ifb.uni-stuttgart.de/~doerner/GROWIAN.html

Gehen wir einfach mal in eine andere Branche – und sehen uns dort Abspannung an, wie beim Kranbau. Niemand würde so verrückt sein, und einen Hochleistungkran ohne Abspannung bauen.
http:// http://www.schulze-modellbau.de/vorb...ilder.php?id=2
Die Windkraftbranche ist es aber ...

Meiner Meinung nach ideal für dieses Konzept wäre die Verwendung von Stahlrohrgittermasten, wie einige dieser Bilder zeigen.
http:// http://www.schulze-modellbau.de/vorb...page.php?id=35

Diese können auch die größten WKA tragen, wie die E-112:
http:// www.nordwest-wiki.de/index.php/Enercon

Beherrschen wir dieses Konzept, werden sicherlich möglichst viele WKAs wie z.B. die E-112 mit 6 MW auf der Plattform im Meer schweben. Eine einzige Plattform könnte dann durchaus eine Leistung von 50 MW haben.

Diese Überlegungen machen ja nur dann Sinn, wenn wir hinsichtlich der Kosten erhebliche Vorteile erreichen.
Heute haben wir eine Einspeisevergütung von 8,3 Cent. Im Binnenland hatten wir 2005 eine durchschnittliche VL von ca. 1.500. Im Offshorebereich hätten wir genau das Dreifache gehabt, siehe oben. Bei Annahme, dass die Plattform nicht teuerer (meiner Meinung nach wird sie ja erheblich billiger) als die Onshorevariante ist, kämen wir hier bereits zu einem Preis von unter 3 Cent.

Jetzt kommen aber erst die richtigen Einsparungsschritte. Während es Blödsinn ist, im Binnenland WKAs mit nur einem Flügel zu bauen, so ist es genauso Blödsinn im Meer WKA mit drei Flügeln zu bauen. Gründe:
Im Meer habe ich meist so gute Winde, dass eine WKA auch erst mit 4 m/s anlaufen kann, ich habe im Meer kein Problem mit Akkustik und Optik.
http:// www.windpower.org/de/tour/design/concepts.htm
Zeigt die verschiedenen Rotoren.

Die Einsparung von einem oder zwei Flügeln ist bei großen WKAs schon für sich allein genommen ein bedeutender Kostenpunkt, ist aber der kleinere Teil der Einsparung.

Der größere Teil der Einsparung liegt in der höheren Rotordrehzahl begründet.
Bei Enercon wirkt sich dieser Unterschied insbesonders in der Größe des Ringgenerators aus – und sorgt u.a. dafür, dass das Gondelgewicht der E-112 ca. 400 Tonnen hat.

Bewußt übertrieben kann gesagt werden, ein Einflügler mit der Gondel einer E-66 kann zu einer E-112 aufgerüstet werden.
Wie der letzte Link auch deutlich zeigt, braucht ein Rotor mit einem einzigen Flügel insbesondere eines: Freiheit. Aber auch hier zeigt es sich: Nirgendwo anders ist es leichter als bei MUFOW, dem Flügel diese Freiheit auch zu geben.

Damit läßt sich begründen, dass wir Windstrom zu 2 Cent erreichen können – und dies bereits in der Finanzierungs- und Abschreibungsphase. Nach der Abschreibungsphase können wir die 2 Cent noch deutlich unterschreiten.

Wozu muss Windstrom so billig werden?

Wir brauchen natürlich weitere Infrastruktur für die optimale Einbindung von Windstrom, und diese muss auch noch bezahlt werden:

http://www.politikforum.de/forum/sho...hreadid=111384
Bei billiger Windenergie kann dies eben auch noch finanziert werden, ohne dass die Strompreise steigen müssen.

Wer behauptet, solche MUFOW-Konzepte seien nicht realisierbar, der möge doch einfach mal in die Vergangenheit schauen:

http:// http://www.wsv.de/fvt/museum/karte_1...arte_1877.html

Leuchtschiffe waren schon vor über hundert Jahren im Meer verankert.

In der stark vereisenden Ostsee ist diese Variante eines schwimmenden Windparks nicht möglich, wohl aber die Variante einer schwimmenden Einzel-WKA - siehe die weiteren Links.

Übersicht: Offshore-WKA, schwimmend
Diese Linksammlung stellt ein kleinen, nicht vollständigen Überblick über die weiteren derzeitigen Denkansätze hinsichtlich schwimmender Windkraft dar.

Norwegen:
http:// www.vistaverde.de/news/Wirts...fshore-wind.php

http:// www.hydro.com/library/attach...indmills_en.pdf

Japan:
http:// www.webunitjp.com/hitzweb/en...e/6501wtgs.html

England:
http:// www.eru.rl.ac.uk/mufow.pdf

http:// www.windenergy.citg.tudelft....emes03a_arh.pdf

Deutschland:

http:// www.offshore-energies.de/_cm...e/cms_1945.html

http:// www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/342711/

Übersicht über Planung im Offshorebereich in Europa:

http:// www.iwr.de/wind/offshore/int_plan.html

Forschungsplattform vor Borkum:

http:// www.fino-offshore.de/

optisch aufbereitete Übersicht über die europäischen Windverhältnisse mit Statistiken:

http:// www.windfinder.com/forecasts/wind_europe12.htm

Geändert von windstärke8 (24.04.09 um 18:54 Uhr).


08.05.06, 07:38 # 2 (permalink)

@windstärke8

Tja... es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich angeführt, man würde die WEAs in der Offshore-Technik bevorzugt auf höhere Windgeschwindigkeiten optimieren, so daß sich die Volatilität der Windenergieerzeugung eher noch verstärken würde.

Weil es damals genau um solche angeblichen Vergleichmäßigungseffekte ging, hast Du mir heftig widersprochen. Und jetzt?

Jetzt propagierst Du genau das, was ich schon vorausgesehen habe: Jede Sturmspitze auf See soll leistungsmäßig voll ausgeritten werden - mit enormer Spitzenproduktion, während der Schwachwind überhaupt nicht mehr genutzt werden soll. Die ganze Problematik der Windenergie soll also nochmal verschärft und auf die Spitze getrieben werden. Bedarfsanpassung und Vergleichmäßigung ist dank EEG einfach ein PAL.

Grüße, Wolfgang


08.05.06, 11:44 # 3 (permalink)

Solarenergie

08.05.06, 17:09 # 4 (permalink)

Schwimmen eigentlich Korken in Wasserköpfen?

Schwimmende Windparks, selten etwas dämlich Durchgeknalteres gehört.

08.05.06, 18:15 # 5 (permalink)

@wflamme:
Die Stellungnahme ist schlicht nicht nachvollziehbar. Es ging doch sonst immer um die Volllast. Diese kann nach wie vor bei 11 bis 12 m/s bleiben, und nicht wie früher bei 15 m/s.

Zu P:
Wirklich eine durchdachte Stellungsnahme und sehr sachlich vorgetragen....

08.05.06, 19:18 # 6 (permalink)

ICH WILL MAL ECHTE WERTE SEHEN VON DEN LAUFENDEN OFFSHORE PARKS.

08.05.06, 21:45 # 7 (permalink)

Original geschrieben von windstärke8
@wflamme:
Die Stellungnahme ist schlicht nicht nachvollziehbar. Es ging doch sonst immer um die Volllast. Diese kann nach wie vor bei 11 bis 12 m/s bleiben, und nicht wie früher bei 15 m/s.
Es ging nicht immer um die Vollast, sondern vor allem um stark schwankende Einspeiseleistungen, die bei der Windkraft durch das Potenzgesetz noch extrem verschärft werden.

Bei dieser Auslegung hättest Du für einen FINO-ähnlichen Standort gegenüber einem Anlauf bei 2,5m/s ca. 10%..15% zusätzliche Stillstandszeit.

Die mechanischen Belastungen sind bei 2- bzw. 1-Flüglern wesentlich höher und wir wissen auch, daß die Schadenshäufigkeit sogar bei den 3-Flüglern bei Windstärken ab 7m/s überproportional anzusteigen beginnt.
Hinzu kommt noch das rauhe Seeklima (Gift für Sensorik und Elektrik) und die erschwerte Zugänglichkeit der Anlagen.

Grüße, Wolfgang


10.05.06, 19:37 # 8 (permalink)

Wenn man das liest, könnte man glatt glauben, es gäbe keinerlei Offshoretechnologie. Keine Gasplattform (oder gibt es da keine Elektronik??????), keine Ölplattform, keine Schiffe,

Das Meer müßte leer sein - menschenleer, schiffsleer, plattformleer

Nun, es gibt dieses, und diese Technologien werden einigermaßen beherrscht.

Wenn alle anderen Technologien immer und überall möglich sind, nur bei Windkraft ist ständig alles unmöglich, dann könnte das an einem Prinzip (3 Affenprinzip) liegen.

Wie oft habe ich übrigens in den letzten 10 Jahren gehört:
"Eine 5 MW-WKA ist doch absolut unmöglich, hat doch schon der GroWiAn bewiesen..." Und was ist heute: Eine 6 MW-WKA bannt sich den Weg zu einem Serienprodukt.

Aus der Vergangenheit gesehen kann ich sagen, wie kümmerliche Kleingeister hier notorisch nörgeln - und am Ende doch enttäuscht schweigen müssen. Einfach weil deren Jämmerlichkeit von der Realität eingeholt wurde.

10.05.06, 20:00 # 9 (permalink)

Original geschrieben von windstärke8
Wenn man das liest, könnte man glatt glauben, es gäbe keinerlei Offshoretechnologie. Keine Gasplattform (oder gibt es da keine Elektronik??????), keine Ölplattform, keine Schiffe,
Sicher. Und alle sind so designed dass sie möglichst wenig Windwiederstand bieten. Trotzdem kippen sie um oder gehen unter.
Ein Windkraftanlage kann man aber nicht so designen, ganz im Gegenteil! Und damit fangen die Probleme an.
Wo hast du z.B. bei deinem schwimmenden Wunderpropeller den
Schwerpunkt ? Wie hältst du gegen den Kipp-Drehmoment ?

Wenn alle anderen Technologien immer und überall möglich sind, nur bei Windkraft ist ständig alles unmöglich, dann könnte das an einem Prinzip (3 Affenprinzip) liegen.
Nein, es liegt schlicht am Physik. Damit hast du aber nicht unbedingt viel am Hut.

10.05.06, 20:35 # 10 (permalink)

Kraft = Gegenkraft


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