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29.01.08, 13:05 # 1 (permalink)

Ursula von der Leyen will atheistisches Kinderbuch indizieren

Die Familienministerin Ursula von der Leyen will ein atheistisches Kinder indizieren lassen. Das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” soll nach ihrem Willen als jugendgefärdende Schrift eingestuft soll.

Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift.
Im ministerialen Indizierungsantrag wird behauptet, das Buch sei „geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer (sic!) eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden”. Jugendgefährdend seien Medien, „wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen”. Dass ausgerechnet die niedlich illustrierte Geschichte vom kleinen Ferkel zu solcher „Verrohung” beitragen könne, wird damit begründet, dass in dem Buch „die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum verächtlich gemacht” und „die Besonderheiten jeder Religion (…) der Lächerlichkeit preisgegeben” würden. Nach Ansicht des Ministeriums werde dabei insbesondere das Judentum auf diffamierende Weise angegriffen, so dass „Text und Abbildung mithin antisemitische Tendenzen” aufweise.
http://brightsblog.wordpress.com/200...rkel/#more-829

Das ist die neue Taktik der christlichen Apolegeten, Kritk am Christentum als Judenfeindlich zu bezeichnen. Bei politicallyincorrect.de wurde Richard Dawkins wegen seiner Kritk an Gott als Antisemit bezeichnet. Jetzt ist anscheiend Martin Schmidt-Salomon als Judenfeind dargestellt zu werden, obwohl er in den iranischen Medien als zionistischer Agent bezeichnet wurde, weil er dem Zentralrat der Ex-Muslime unterstützt und wegen seines jüdischen Nachnamens angefeindet wird.

Inwie weit kann ein atheistisches Kinderbuch Kinder zu Rassismus, Judenfeindlichkeit, Gewalttätigkeit und Verbrechen reizen? Hat diese Frau das Buch überhaupt gelesen?
Wenn sie wirklich ein Christin ist, dann wüsste sie genau, dass so ein Kinderbuch mit Sicherheit nicht die gläubigen Kinder davon abbringen wird, weiter an ihren Gott zu glauben. Diese religiöse Indoktrination ist perfekt, damit ein Kind aufhört, an seinen Gott zu glauben, muss eine Menge passieren.
Ursula von der Leyen überzieht das Buch mit den absurdsten Würfen, es würde die Kinder in ihrer "Entwicklung" treffen, zum Rassenhass und andere schlimme Dinge aufrufen. Da sollte sie lieber die Bibel lesen, dieses Buch sollten Kinder nicht lesen. Gläubige Kinder könnten auf die dümmsten Ideen kommen, wenn sie z.B. die Stelle Markus 16,17 lesen, wo steht, einem gläubigen Christen kann kein Gift etwas anhaben.

Was soll an diesen 3 Weltreligione so groß sein? Die bekämpfen sich doch schon untereinander.

Unsere Familienministerin hat den falschen Beruf ausgesucht, sie sollte die Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Kirche leiten.

Geändert von match (29.01.08 um 13:22 Uhr).


29.01.08, 13:10 # 2 (permalink)

Unsere von der Leyen ist mir sowieso schon seit längerem sehr Suspekt.
Mit dieser Aktion zeigt sich endgültig wie fehl am Platz sie eigentlich in ihrer Position ist.
Von einer Familienmenisterin im 21ten jahrhundert dürfte man mehr weltliche Bildung vorallem im Bezug auf demokratische Grundrechte erwarten als blosse christliche Sicht.

Ein weiterer Forumsislamist:

Zitat von Faruq
Die einzigen von denen ich den Spruch "Islam bedeutet Frieden" höre sind Nichtmuslime. Islam kann auch Krieg sein.
[...]
Ich kann nur sagen: Wem es nicht passt wie der Islam ist, der soll irgendwo hingehen wo es keine Muslime gibt, so jemand hat in Deutschland einfach nichts zu suchen.


29.01.08, 13:18 # 3 (permalink)

Da stellt sich doch mal die Frage ob Frau von der Leyen auch an Herrn Dieter Althaus herangetreten war, als dieser ein Forum für Evolutionskritiker einrichten wollte und so den Kreationisten Siegfried Scherer, der wohlgemerkt ein kreationistisches Schulbuch geschrieben hat, ins Boot holen wollte.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...375856,00.html

Und in der Tat, die Bibel ist kein Buch was Kindern zu empfehlen ist, da den Kindern alleinig schon das Hintergrundwissen über die Entstehung der Bibel fehlt, somit der Indoktrination Tür und Tor geöffnet sind.

"Die große Triebkraft der Völkerentwicklung war niemals die Wahrheit sondern der Irrtum" Gustave Le Bon

"Nicht Gott erschuf den Menschen, der Mensch erschuf Gott"


29.01.08, 13:31 # 4 (permalink)

Die Argumentation des Ministeriums sei über weite Strecken derart grotesk, dass er am Anfang gedacht habe, es handle sich um einen „dummen Scherz”, erklärt Schmidt-Salomon: „So wird uns vom Ministerium doch allen Ernstes vorgeworfen, dass während der Sintflut Omas, Babys und Meerschweinchen ertrinken! Ja, um alles in der Welt, haben diese Leute denn noch nie die Bibel gelesen?! Wenn dies ein Grund sein sollte, um ein Buch zu verbieten, so müsste man doch zuerst einmal die Bibel auf den Index der jugendgefährdenden Schriften stellen! Unser Buch hebt diese biblischen Ungeheuerlichkeiten doch auf humorvolle Weise auf! Es sagt den Kindern augenzwinkernd: Nur keine Sorge, ihr braucht wirklich keine Angst zu haben! Diese Geschichte vom biblischen Rachegott, der Omas, Babys und kleine Meerschweinchen ertränkt, ist frei erfunden!”
http://brightsblog.wordpress.com/200...rkel/#more-829
In der Tat müsste nach der Logik von Frau von der Leyen ebenfalls die Bibel zu den jugendgefährdenden Schriften gezählt werden, vor allem natürlich das alte Testament.

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29.01.08, 13:37 # 5 (permalink)

Die spinnt!

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29.01.08, 13:41 # 6 (permalink)

Zitat von madmax
http://brightsblog.wordpress.com/200...rkel/#more-829
In der Tat müsste nach der Logik von Frau von der Leyen ebenfalls die Bibel zu den jugendgefährdenden Schriften gezählt werden, vor allem natürlich das alte Testament.
Ein ungläubiges "Die spinnt!" habe ich zum Schluss jetzt nur rausgebracht! Die Kritik auf diesem Blog kann ich voll und ganz unterschreiben, zuerst wollte ich in meinem Kommentar ähnliches schreiben, liess es dann aber doch!

Das Brightsblog hat recht, bevor man so ein Kinderbuch verbieten sollte, sollte man doch bitte zuallererst gleich die Bibel verbieten!

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29.01.08, 13:44 # 7 (permalink)

Im HPD gibts bereits auch einen entsprechenden Artikel: http://hpd-online.de/node/3715

Möglicherweise habe „die verantwortliche Referentin des Familienministeriums in Ausübung ihrer beruflichen Pflichten zu viele Gewaltvideos angeschaut", meint Schmidt-Salomon. Andernfalls könne er sich kaum erklären, warum die Jugendschutzreferentin fantasiere, dass der Rabbi „einem Vertreter des christlichen Glaubens eine Schriftrolle auf den Mund drückt und ihn zu ersticken droht", wie es in dem ministerialen Schreiben heißt: „Also ehrlich: Den Unterschied zwischen einer harmlosen Rauferei und einem Mordversuch sollte man doch schon erkennen können! Nebenbei: Haben Sie schon einmal versucht, einen Menschen mit einer dünnen Papierrolle zu ersticken? Wenn Ihnen das gelingen sollte, melden Sie sich doch bitte bei Uri Geller!"


Zu geil!

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29.01.08, 13:50 # 8 (permalink)

Ich besitze dieses Buch nicht, aber ehrlich gesagt bin ich am Überlegen mir gleich ein paar von diesen Teilen zu besorgen, quasiauf Vorrat und zum Verschenken, falls es doch so kommen sollte, dass die mächtigen und konservativen Interessengruppen bei diesem aufkommenden Rechtsstreit, entgegen Argumente auf Vernunft und Rationalität basierend, siegen werden!

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29.01.08, 13:56 # 9 (permalink)

Zitat von match
Die Familienministerin Ursula von der Leyen will ein atheistisches Kinder indizieren lassen. Das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” soll nach ihrem Willen als jugendgefärdende Schrift eingestuft soll.
Ich kanns nicht fassen. Nein, ich kanns nicht fassen.

29.01.08, 13:57 # 10 (permalink)

"Autor Schmidt-Salomon, der aufgrund seines jüdisch klingenden Namens selbst seit Jahren Zielscheibe antisemitischer Propaganda ist, findet diese Behauptung „ungeheuerlich”: „Dieser Antisemitismusvorwurf ist nichts weiter als ein fadenscheiniger Vorwand, um Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen!"

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Jawoll, jetzt zieht der Oberatheist Salomon die Judenkarte. Da habe ich schon lange drauf gewartet.


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